MINT.
FondsNatur und Technik e.V. – MINT Berufe Kreis Höxter
MINT entdecken, Talente fördern,
Zukunft gestalten
Durch den MINT.Fonds werden Projekte an Kitas, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie außerschulischen Lernorten im Kreis Höxter gefördert. Diese sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für Fragestellungen und Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistern, sie fördern und hinsichtlich einer beruflichen Orientierung in diesen Bereichen unterstützen.
Unternehmen, Privatpersonen und der Verein stellen finanzielle Mittel für den MINT.Fonds bereit.
Kitas, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen sowie außerschulischen Lernorte aus dem Kreis Höxter können auf Antrag zum 30. April sowie zum 31. Oktober eines Jahres Mittel aus dem MINT.Fonds beantragen. Bitte beachten Sie, dass für jeden Förderzeitraum nur ein begrenzter Fördertopf zur Verfügung steht.
Sie haben eine Projektidee und benötigen zur Durchführung eine finanzielle Förderung? Dann senden Sie uns bitte einen entsprechenden Antrag zu!
Wellenliegen am Gymnasium St. Xaver
Im Juli 2026 wurde am Gymnasium St. Xaver in Zusammenarbeit mit der Firma Wieneke Anlagenbau und Verfahrenstechnik GmbH im Projektkurs Technik ein Praxisprojekt zum Bau von drei Wellenliegen für den Schulhof durchgeführt.
Die Maßnahme richtete sich an Schüler*innen der Oberstufe des Gymnasiums und bot praxisnahe Einblicke in technische und handwerkliche Arbeitsprozesse sowie in die Planung und Umsetzung eines realen Bauprojekts. Im Verlauf der Veranstaltung recherchierten die Teilnehmenden verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten und verglichen diese hinsichtlich Stabilität, Ergonomie, Materialeinsatz und Herstellbarkeit und fertigten nach einer Sicherheitsunterweisung und Vorübungen mit dem MIG/MAG-Schweißverfahren die Bauteile für die drei Wellenliegen bei der Firma Wieneke. Die Montage der Holzbeplankung aus Douglasie steht noch aus und ist als Schulprojekt für den folgenden Projektkurs Technik geplant.
Für die Durchführung hat der Verein Natur und Technik e. V. eine finanzielle Förderung über den MINT.Fonds zur Verfügung gestellt. Die Firma Wieneke Anlagenbau, die auch jahrelanges Mitglied im Verein ist, wurde als Praxispartner mit eingebunden. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, dass die praktische Arbeit mit den Schweißtechniken und die eigenständige Planung des Projekts wertvolle Erfahrungen ermöglichten und die Motivation für technische Fragestellungen stärkten.
Die gewonnenen Erfahrungen fließen nun in die Planung entsprechender weiterer Angebote für Schüler*innen der Oberstufe am Gymnasium St. Xaver sowie an anderen Schulen der Bildungsregion Kreis Höxter ein.
Ein Schritt in die digitale Zukunft: Neue Lernroboter dank Unterstützung des Vereins Natur und Technik
Mit Unterstützung des Vereins Natur und Technik konnte die SGGS Brakel neue Lernroboter anschaffen und ein Projekt umsetzen, das allen Schülerinnen und Schülern einen kindgerechten Einstieg in die Welt der Algorithmen und der Programmierung eröffnet. Dadurch besteht erstmals die Möglichkeit, digitale Kompetenzen bereits im Grundschulalter systematisch aufzubauen.
Die Botley‑Roboter ermöglichten es den Kindern, grundlegende Konzepte der Programmierung selbstständig zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler probierten aus, wie der Roboter über eine Fernbedienung programmiert wird, Befehlsfolgen ausführt und auf Hindernisse reagiert. Dabei lernten sie spielerisch zentrale Prinzipien wie Schleifen und Sensorsteuerung kennen.
Mit dem bereitgestellten Zusatzmaterial bauten die Kinder Wege und Hindernisse, die Botley bewältigen musste. Außerdem erprobten sie die Funktion, mit der der Roboter selbstständig schwarzen Linien folgen kann. Nachdem diese Möglichkeit auf den mitgelieferten Puzzleteilen getestet worden war, gestalteten die Schülerinnen und Schüler eigene Strecken und erprobten ihre Programmierungen direkt.
Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Botley‑Roboter eröffneten der Schule neue Wege für einen fächerübergreifenden und differenzierten MINT‑Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten bereits zahlreiche Ideen, wie sie eigene Programmieraufgaben gestalten und weiteren Klassen präsentieren können.
Mit der Unterstützung dieses Projekts leistete der Verein Natur und Technik einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Bildung an der SGGS Brakel.
Holzwerkstatt im Forscherhaus – Familienzentrum St. Martin stärkt MINT-Bildung
Im Familienzentrum St. Martin in Warburg ist im „Forscherhaus“ eine neue Holzwerkstatt entstanden, die Kindern vielfältige Möglichkeiten bietet, sich kreativ und handwerklich mit dem Werkstoff Holz auseinanderzusetzen. Die Einrichtung der Werkstatt wurde durch eine Förderung aus dem MINT.Fonds ermöglicht.
Im Rahmen eines Teamfortbildungstages wurden 18 Mitarbeitende zum Thema „Holz und Strom“ geschult. Diese Qualifizierung bildet die Grundlage für die praktische Arbeit mit den Kindern und stärkt die MINT-Pädagogik im Familienzentrum.
An drei Vormittagen arbeiteten Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren mit neuen Werkzeugen und Materialien. Es wurde gehämmert, gebohrt, gesägt und geschliffen – und dabei spielerisch geforscht, gestaltet und experimentiert. Die Kinder konnten ihre mathematischen, feinmotorischen, kognitiven und kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln und gleichzeitig Sozialkompetenz, Sprache und Selbstvertrauen stärken.
Besonders schön war die Öffnung der Holzwerkstatt für Familien am Nachmittag: Die Kinder führten ihre Eltern und Geschwister als kleine „Experten“ durch das Forscherhaus und machten die MINT-Arbeit der Kita erlebbar.
Die Holzwerkstatt bleibt dauerhaft ein fester Bestandteil des Kita-Alltags. Das Forscherhaus bietet den Kindern regelmäßig Gelegenheit zum forschenden Lernen und trägt dazu bei, MINT-Bildung nachhaltig in die Familien zu bringen.
Technik und Teamgeist: First Lego League Explore an der Schule im Wesertal Albaxen
Mit einer Förderung aus dem MINT.Fonds konnte die Schule im Wesertal Albaxen im Zeitraum vom 18. Mai bis 24. Juni 2026 erfolgreich an der „First Lego League Explore“ teilnehmen. Insgesamt 19 Kinder des 4. Jahrgangs arbeiteten rund 20 Stunden an technischen, kreativen und sozialen Herausforderungen und entwickelten dabei beeindruckende Ergebnisse.
Lernen durch Forschen, Bauen und Programmieren
Das Projekt startete im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Soziales Miteinander“. In Kleingruppen konstruierten und programmierten die Schülerinnen und Schüler Lego-Modelle, lösten Aufgaben und entwickelten gemeinsam Strategien. Dabei standen Kooperation, gegenseitige Unterstützung und die Übernahme von Verantwortung innerhalb der Teams im Mittelpunkt.
Im anschließenden Sachunterricht wurden die Modelle weiterentwickelt, Programmierungen verfeinert und die Teamarbeit reflektiert. Fachliche Inhalte aus Technik, Informatik und Problemlösung wurden altersgerecht vertieft.
Erfolgreiche Zielerreichung: Technikkompetenz trifft soziales Lernen
Die Projektziele wurden in hohem Maße erreicht. Besonders im sozialen Bereich zeigten die Kinder deutliche Fortschritte: respektvoller Umgang, konstruktive Konfliktlösung und gemeinsames Entscheiden wurden aktiv geübt. Die Teamarbeit förderte Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktlösungskompetenzen.
Auch technisch profitierten die Kinder stark: Sie sammelten erste Erfahrungen in Robotik und Programmierung, entwickelten kreative Lösungswege und lernten, Herausforderungen systematisch zu bearbeiten.
Präsentation beim Sommerfest
Ein Höhepunkt war die Präsentation der Projektergebnisse beim Sommerfest der Schule: Die Kinder zeigten dort ihre Modelle, Forschungsergebnisse und Programmierungen einem breiten Publikum. Durch die Präsentation stärkten sie ihre Kommunikations- und Präsentationskompetenzen und erfuhren Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit. Langfristig sollen die gewonnenen Kompetenzen in weiteren Unterrichtsvorhaben genutzt und das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Themen weiter gefördert werden.
Fazit
Das Projekt „First Lego League Explore“ zeigt eindrucksvoll, wie MINT-Bildung an Grundschulen gelingen kann: spielerisch, kooperativ und praxisnah. Die Förderung hat den Kindern nicht nur technische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch Teamgeist, Problemlösungskompetenz und Selbstvertrauen gestärkt.
Hochbeet im Jugendtreff Timeout in Nieheim
Im Jugendtreff „Timeout“ in Nieheim ist in diesem Frühjahr ein neues Hochbeet entstanden, in dem Kinder und Jugendliche nun gemeinsam gärtnern können. Über den MINT.Fonds des Vereins Natur und Technik e. V. wurden dafür ein großes Hochbeet, Erde, Pflanzen sowie passende Gartenwerkzeuge finanziert.
Die Teilnehmenden haben im Vorfeld gemeinsam überlegt, welche Materialien benötigt werden und welches Gemüse oder Obst sie anbauen möchten. Anschließend wurde das Beet aufgebaut, mit Folie ausgekleidet, befüllt und bepflanzt – zum Abschluss übernahmen die Kinder und Jugendlichen natürlich auch das erste Gießen.
Im Alltag des Jugendtreffs gehört die Pflege des Hochbeets nun fest dazu: Die jungen Gärtnerinnen und Gärtner gießen regelmäßig und beobachten, wie die Pflanzen wachsen. Dabei lernen sie wichtige Wachstumsfaktoren von Pflanzen kennen, entwickeln ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und übernehmen Verantwortung für ihr Beet. Sobald die erste Ernte ansteht, werden die geernteten Lebensmittel gemeinsam verarbeitet und probiert. Das Hochbeet kann über viele Jahre genutzt und immer wieder neu bepflanzt werden – so entsteht ein dauerhaftes Angebot, das Naturerfahrung, MINT-Themen und Freizeitgestaltung im Jugendtreff Timeout verbindet.
Verein Natur und Technik e. V. übergibt Experimentierkasten an den Jugendtreff Timeout
(Nieheim) Der Verein Natur und Technik e. V. hat einen innovativen Experimentierkasten an das Jugendzentrum Timeout übergeben. Dieser Kasten dient als Grundausstattung für eine MINT-Werkstatt, die sich auf die Themenbereiche Strom, Elektrizität und Energie konzentriert. Unter den Anwesenden waren die Kinder Mia, Elia und Amelie, die mit großer Begeisterung an der Übergabe teilnahmen. Auch der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Johannes Schlütz, ließ es sich nehmen zusammen mit den Kindern und der Leiterin des Jugendzentrums Jessica Oster sofort in das erste Experiment durchzuführen.
In einer kleinen feierlichen Zeremonie betonte Gerhard Antoni vom Vereinsvorstand die Bedeutung des sogenannten MINT-Bereiches – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – für die frühzeitige Förderung von Kindern und Jugendlichen. „Wir möchten die Kinder und Jugendlichen spielerisch und niederschwellig an diese wichtigen Themen heranführen“, erklärte Antoni. „Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn das Spielen im Freien oft eingeschränkt ist, bieten solche Angebote eine tolle Möglichkeit, Neues zu entdecken.“ Der Experimentierkasten enthält eine Vielzahl von Materialien und Experimentierkarten, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, selbstständig oder mit Anleitung zu experimentieren. Die Karten bieten einfache Beschreibungen und spannende Experimente, die sowohl das Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge fördern als auch die Kreativität anregen.
„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung“, sagte Jessica Oster, die Leiterin des Jugendzentrums. „Die Kinder werden die Möglichkeit haben, in einer sicheren und anregenden Umgebung zu forschen und ganz nebenbei zu lernen. Es ist wichtig, dass sie Spaß an Technik und Naturwissenschaften entwickeln.“ Die Kinder Mia, Elia und Amelie zeigten sich begeistert von den neuen Möglichkeiten. „Wir können jetzt richtig coole Experimente machen!“, rief Mia aus, während Elia und Amelie zustimmend nickten und den Inhalt des Koffers genaustens untersuchten. Die kleine MINT-Werkstatt wird nicht nur eine wertvolle Ergänzung des bestehenden Angebots im Jugendzentrum sein, sondern auch dazu beitragen, das Interesse an technischen Berufen und naturwissenschaftlichen Studiengängen zu fördern. Bürgermeister Johannes Schütz lobte das Engagement des Vereins: „Solche Initiativen sind entscheidend für die Entwicklung unserer Kinder und damit schlussendlich auch förderlich für die Zukunft unserer Stadt.“ Der Verein Natur und Technik e. V. plant weitere Aktionen und Workshops, um die Begeisterung für die MINT-Fächer zu steigern und das Wissen der Kinder auf diesem Gebiet zu erweitern. Mit der Übergabe des Experimentierkastens setzt der Verein ein Zeichen für die Förderung von Bildung und Kreativität in der Region. Alle Kinder und Jugendlichen in Nieheim sind eingeladen, die neuen Möglichkeiten zu entdecken und gemeinsam Spaß am Experimentieren zu haben.
Die Arbeit des Vereins liegt auch im besonderen Interesse des Kreises Höxter, der die Arbeit sowohl materiell als auch ideell unterstützt. Für die Geschäftsstelle des Vereins steht eine Person in der Kreisverwaltung zur Verfügung und zwar in der Abteilung Bildung und Integrati-on, so dass ein fachlicher Austausch und etwaige Unterstützungsleistungen unkompliziert und auf kurzem Wege gewährleistet sind. Darüber hinaus freut sich der Verein über vielfältige Un-terstützung aus dem Bereich der Unternehmen, Einrichtungen sowie weiteren privaten und öffentlichen Akteuren.
Zum Bild (Natur und Technik e. V.): Von li.: Bürgermeister Johannes Schlütz, Elia, Mia, Amelie, Jessica Oster und Gerhard Antoni.